
Erzgebirgisches Speckfett
Ich bin gerade dabei, mein Erzgebirgisches Speckbrot für eine Feier als Geschenk zu backen. Dafür musste ich auch wieder das im Teig zu verarbeitende Speckfett herstellen. Und weil es im drüben im Plötzblog-Rezept etwas untergeht, widme ich ihm nun an dieser Stelle die gebührende Aufmerksamkeit.
Das Speckfett (oder erzgebirgisch “Spackfett”) hat eine leichte Süße dank des Honigs und der Sahne, gepaart mit etwas Säure durch den Apfel und dem Aroma von Gewürzen wie Majoran, Thymian und Beifuß.
Ich könnte mich hineinlegen, wenn es in Kombination mit Brot nicht besser aufgehoben wäre.
- 200 g Rückenspeck
- 150 g Bauchspeck
- 1/2 Apfel (ca. 80 g)
- 3 g Salz
- 2 g Pfeffer (gemahlen)
- 1 g Majoran (getrocknet, fein geschnitten)
- 1 g Beifuß (getrocknet, fein geschnitten)
- 1 g Thymian (getrocknet, fein geschnitten)
- 1/2 Teelöffel Honig
- 2 Teelöffel süße Sahne
Den Speck und den Apfel in kleine Würfel schneiden.
Den Speck auf niedriger Wärmestufe langsam auslassen (ca. 20-30 Minuten) bis sich die Würfel in krosse, goldbraune Grieven verwandelt haben. Die Grieven mit einem Sieb vom Fett trennen und separat, z.B. für ein würziges Brot im Kühlschrank aufbewahren. Das Fett in ein Glas füllen.
Nun die Apfelstücke in das von den Grieven getrennte und noch heiße Fett geben. Hat sich das leichte Sprudeln gelegt, alle übrigen Zutaten einrühren. Das Fett abkühlen lassen und bis zur Verwendung im Kühlschrank lagern.
Sollten die Grieven im Fett bleiben, kann das Salz im Rezept weggelassen werden.

Erzgebirgisches Speckfett auf frischem, kräftigem Brot.
Moin Lutz,
ich war ja schon vom Speckbrot begeistert – dieses Posting war nun wieder der Anlass einfach nur Speckfett zu machen.
Man muss sich tierisch beherrschen um nicht doch noch ein Spackfettbemm mehr zu essen. Megalecker !
mfg Thomas
Schön, dass das Fett nicht nur mir so gut schmeckt :)
Pingback: Erzgebirgisches Speckbrot (2. Versuch, mit Rezept) – Plötzblog
Hallo Lutz,
wie lange hält sich das Speckfett? Bisher habe ich nur Erfahrung mit Griebenschmalz ohne Apfel und Gewürze, was sich sehr lange hält. Wie ist das hier?
Danke,
Sabine
Ich hatte es ein paar Wochen im Kühlschrank ohne erkennbare Qualitätsverluste.
Pingback: Griebenschmalzbrot nach Franz Josef Steffen – Plötzblog – Rezepte rund ums Backen von Brot, Brötchen, Kuchen & Co.